Vietnam

Wer Retro-Trikots von Vietnam liebt, verbindet damit mehr als Stoff und Nähte: Es ist die Geschichte einer Fußballnation, die zwischen frühen kontinentalen Fußspuren und modernen ASEAN-Triumphen ihren ganz eigenen Rhythmus gefunden hat. Historisch prägte zunächst das Team Südvietnams die Bühne: Bei den ersten beiden Asienmeisterschaften 1956 in Hongkong und 1960 in Südkorea belegte Südvietnam jeweils […]

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Wer Retro-Trikots von Vietnam liebt, verbindet damit mehr als Stoff und Nähte: Es ist die Geschichte einer Fußballnation, die zwischen frühen kontinentalen Fußspuren und modernen ASEAN-Triumphen ihren ganz eigenen Rhythmus gefunden hat. Historisch prägte zunächst das Team Südvietnams die Bühne: Bei den ersten beiden Asienmeisterschaften 1956 in Hongkong und 1960 in Südkorea belegte Südvietnam jeweils den vierten Platz – eine Pionierzeit, die das Fundament legte, lange bevor das wiedervereinigte Vietnam im neuen Jahrtausend wieder auf sich aufmerksam machte.

In der Gegenwart schrieb Vietnam vor allem in Südostasien große Kapitel. Beim AFF Championship (Tiger/Suzuki Cup) erreichte die Auswahl 1998 als Gastgeber das Finale und unterlag nur knapp Singapur. 2008 folgte der ersehnte Durchbruch: Unter Henrique Calisto holte Vietnam den Titel gegen Thailand (Gesamtergebnis 3:2), gekrönt vom späten, viel zitierten Kopfball von Lê Công Vinh im Rückspiel in Hanoi. Zehn Jahre später, 2018, kehrte Vietnam mit Park Hang-seo an die regionale Spitze zurück: Ein kompakter, laufstarker Verbund bezwang Malaysia im Finale (3:2 gesamt) – ein Triumph, der eine neue Generation prägte.

Auch kontinental setzte Vietnam Zeichen. Als Co-Gastgeber des Asienpokals 2007 erreichte das Team das Viertelfinale – mit einem unvergessenen 2:0 über die Vereinigten Arabischen Emirate in der Gruppenphase. 2019 wiederholte Vietnam den Viertelfinaleinzug und lieferte Japan beim 0:1 einen zähen Fight. In der WM-Qualifikation 2022 stand Vietnam erstmals in der abschließenden Asienrunde; der 3:1-Sieg über China am Tet-Feiertag und ein 1:1 in Japan zum Abschluss waren Meilensteine auf dem langen Weg zur globalen Bühne.

Legenden und Leitfiguren geben dieser Reise Gesichter. Lê Công Vinh, langjähriger Torjäger, ist untrennbar mit dem Titel 2008 verbunden. In den 1990ern prägte Lê Huỳnh Đức die Offensive der Nationalelf und wurde zur Ikone einer aufstrebenden Fußballkultur. Zu den Aushängeschildern der jüngeren Zeit zählt Nguyễn Quang Hải, dessen Spielintelligenz und Standards in den späten 2010ern viele große Abende einleiteten.

Für Trikotliebhaber erzählen Vietnams Designs eine klare, stolze Sprache. Das leuchtende Rot mit gelbgoldenen Akzenten spiegelt Flagge und Selbstverständnis wider, mal minimalistisch, mal mit dezenten grafischen Mustern – stets mit dem goldenen Stern im Wappen als unverwechselbarem Symbol. Ein besonderes historisches Kapitel sind zudem die Farben des ehemaligen Südvietnams mit Gelb und roten Elementen – ein seltener Retro-Verweis auf die Anfänge der Landesfußballgeschichte.

Zwischen frühen Asienpokal-Auftritten, dramatischen AFF-Finals und neuen Kontinentalabenteuern schlägt in Vietnams Retro-Trikots der Puls von Leidenschaft, Ausdauer und Gemeinschaft. Sie erinnern an Abende in Hanoi, an mutige Auftritte gegen Favoriten und an die Momente, in denen eine ganze Nation im Rot-Gold der Nationalelf zusammenstand.