Südkorea

Südkoreas Fußballgeschichte hat eine besondere Aura – geprägt von eiserner Disziplin, unbändigem Teamgeist und Momenten, die weit über Asien hinaus für Gänsehaut sorgten. Die Nationalmannschaft debütierte bei der WM 1954 in der Schweiz und erlebte dort harte Lehrjahre, ehe sie auf dem Kontinent früh ein Ausrufezeichen setzte: Bei der Asienmeisterschaft krönte sich Südkorea 1956 und […]

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Südkoreas Fußballgeschichte hat eine besondere Aura – geprägt von eiserner Disziplin, unbändigem Teamgeist und Momenten, die weit über Asien hinaus für Gänsehaut sorgten. Die Nationalmannschaft debütierte bei der WM 1954 in der Schweiz und erlebte dort harte Lehrjahre, ehe sie auf dem Kontinent früh ein Ausrufezeichen setzte: Bei der Asienmeisterschaft krönte sich Südkorea 1956 und 1960 zum Champion – ein Fundament für ihren Ruf als asiatische Fußballmacht.

Das große globale Durchbruchserlebnis kam 2002, als Südkorea gemeinsam mit Japan die Weltmeisterschaft ausrichtete. In einer beispiellosen Serie schlugen die “Taegeuk Warriors” im Achtelfinale Italien nach Verlängerung und setzten sich im Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Spanien durch. Erst im Halbfinale stoppte Deutschland den Lauf (0:1), und im Spiel um Platz drei unterlag Südkorea der Türkei in einem spektakulären Duell mit 2:3. Als erstes asiatisches Team, das je ein WM-Halbfinale erreichte, schrieb die Auswahl Fußballgeschichte – ein Kapitel, das bis heute mit Leidenschaft und Stolz erzählt wird.

Auch danach gab es markante Stationen: 2010 zog Südkorea ins WM-Achtelfinale ein und lieferte Uruguay ein enges 1:2. Bei der Asienmeisterschaft blieb man stets ein Anwärter auf den Titel, erreichte mehrfach das Finale – etwa 2015, als Australien in der Verlängerung die Oberhand behielt. Und 2018 sorgte ein später 2:0-Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland für einen weiteren unvergesslichen Abend, der die Widerstandskraft und taktische Reife der Mannschaft unterstrich.

Legendäre Spieler prägen die Nostalgie rund um die Trikots: Cha Bum-kun, Europas Torjäger aus den 1980ern, gilt als Pionier, der Südkoreas Namen in den großen Ligen verankerte. Hong Myung-bo, Abwehrchef und Führungspersönlichkeit, dirigierte 2002 die Defensive und wurde mit dem Bronze Ball ausgezeichnet. In der Moderne steht Son Heung-min für Tempo, Effizienz und Kapit