Iran

Kaum ein Team in Asien verbindet Tradition, Stolz und unvergessliche Turniermomente so stark wie der Iran. Team Melli prägte den Kontinent über Jahrzehnte – und die Trikots erzählen diese Geschichte sichtbar. In den späten 1960ern und 1970ern dominierte der Iran den asiatischen Fußball: Dreimal in Folge gewann die Nationalelf den Asienpokal (1968 in Teheran, 1972 […]

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Kaum ein Team in Asien verbindet Tradition, Stolz und unvergessliche Turniermomente so stark wie der Iran. Team Melli prägte den Kontinent über Jahrzehnte – und die Trikots erzählen diese Geschichte sichtbar. In den späten 1960ern und 1970ern dominierte der Iran den asiatischen Fußball: Dreimal in Folge gewann die Nationalelf den Asienpokal (1968 in Teheran, 1972 in Bangkok, 1976 erneut in Teheran). Diese Ära der Souveränität begründete den Mythos einer Mannschaft, die Technik, Physis und unerschütterlichen Willen vereinte.

Der erste Auftritt bei einer Weltmeisterschaft folgte 1978 in Argentinien. Dort schrieb der Iran mit einem 1:1 gegen Schottland Fußballgeschichte – Iraj Danaeifard glich aus, nachdem ein unglückliches Eigentor von Andranik Eskandarian die Schotten in Führung gebracht hatte. Es sind genau diese Momente, die Retro-Trikots zum emotionalen Erinnerungsstück machen: Sie tragen den Geist von Debüts, Überraschungen und gewachsenen Ambitionen.

Ein ikonisches Kapitel öffnete sich 1997 im Interkontinental-Play-off gegen Australien. Nach einem 1:1 in Teheran lag der Iran im Rückspiel in Melbourne 0:2 zurück – ehe Karim Bagheri und Khodadad Azizi zum 2:2 ausglichen. Dank der Auswärtstorregel war die WM-Teilnahme 1998 perfekt. In Frankreich folgte eines der symbolträchtigsten Spiele der Turniergeschichte: der 2:1-Sieg gegen die USA in Lyon – ein sportlicher und menschlicher Moment von weltweiter Strahlkraft.

Auch in der Moderne blieb der Iran auf der großen Bühne präsent: 2006, 2014, 2018 und 2022 stand Team Melli jeweils bei der WM. 2014 hielt man gegen Argentinien lange das 0:0, ehe Lionel Messi in der Nachspielzeit traf – eine bittere, aber respektvolle Niederlage. 2018 sammelte der Iran vier Punkte (1:0 gegen Marokko, 1:1 gegen Portugal, 0:1 gegen Spanien) und scheiterte nur hauchdünn am Achtelfinale. 2022 gab es einen leidenschaftlichen 2:0-Erfolg gegen Wales.

Legendäre Namen begleiten diese Reise: Ali Daei, lange Zeit Weltrekordtorschütze für Nationalmannschaften, steht wie kaum ein anderer für iranische Torjägertradition. Ali Karimi, „der Zauberer“, verband Eleganz mit Spielwitz und prägte die 2000er. Mehdi Mahdavikia blieb durch seine Dynamik auf der rechten Seite und sein Tor gegen die USA 1998 unvergessen.

Designhistorisch sind iranische Trikots vor allem in Weiß gehalten, akzentuiert von Grün und Rot – den Farben der Flagge. Immer wieder tauchten markante Elemente auf, vom Flaggenband an Kragen und Ärmeln bis zum eindrucksvollen Geparden-Motiv 2014, das auf den gefährdeten Asiatischen Geparden aufmerksam machte. Retro-Varianten wecken so die Erinnerung an große Turniere, dramatische Qualifikationen und die unverwechselbare Identität von Team Melli – klassisch, legendär, emotional.