Georgien
Wenn man an das Retro-Trikot Georgiens denkt, spürt man den besonderen Mix aus Tradition, Aufbruch und unverwechselbarer Fußballromantik. Seit der Unabhängigkeit Anfang der 1990er prägt die Nationalelf ihren eigenen Weg – mit ikonischen Farben, unvergessenen Partien und einer stetig wachsenden Fußballkultur, die heute europaweit anerkannt ist. Historisch markierte Georgien in den EM-Qualifikationen der 1990er seine […]
Wenn man an das Retro-Trikot Georgiens denkt, spürt man den besonderen Mix aus Tradition, Aufbruch und unverwechselbarer Fußballromantik. Seit der Unabhängigkeit Anfang der 1990er prägt die Nationalelf ihren eigenen Weg – mit ikonischen Farben, unvergessenen Partien und einer stetig wachsenden Fußballkultur, die heute europaweit anerkannt ist.
Historisch markierte Georgien in den EM-Qualifikationen der 1990er seine ersten großen Fußspuren. In der Quali für die Europameisterschaft 1996 sorgten klare Siege gegen Wales (1994 in Tiflis und 1995 in Cardiff) für Aufsehen und zeigten, dass das junge Team internationale Gegner ernsthaft fordern kann. Spätere Qualifikationszyklen brachten weitere Achtungszeichen, etwa der vielbeachtete 2:0-Heimsieg gegen Schottland in der EM-Qualifikation 2008, der die Euphorie im Land erneut entfachte.
Ein moderner Meilenstein folgte in der UEFA Nations League: 2018/19 setzte Georgien in der damaligen Liga D den Ton an und erspielte sich den Weg in die EM-Play-offs 2020 – das Finale gegen Nordmazedonien ging jedoch 2020 in Tiflis knapp verloren. 2022/23 dominierte Georgien seine Nations-League-Gruppe in Liga C (gegen Bulgarien, Nordmazedonien und Gibraltar) und stieg verdient in Liga B auf. Diese Konstanz mündete in das größte Kapitel der georgischen Fußballgeschichte: das erste große Turnier. Über den EM-Play-off-Weg 2024 besiegte Georgien zunächst Luxemburg und setzte sich im Finale nach 0:0 n. V. im Elfmeterschießen gegen Griechenland durch – das EM-Debüt war perfekt.
Bei der Europameisterschaft 2024 folgte der nächste Gänsehaut-Moment: Ein 1:1 gegen Tschechien, ein leidenschaftlicher Auftritt gegen die Türkei und der legendäre 2:0-Sieg gegen Portugal ließen Georgien als einen der besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen. Dort endete das Märchen mit 1:4 gegen Spanien – doch die Mannschaft schrieb Geschichte und begeisterte mit Mut, Tempo und Herz.
Spieler, die diese Epochen prägen, gibt es viele. Aus den 1990ern und 2000ern ragen der elegante Spielmacher Giorgi Kinkladze, Torjäger Shota Arveladze und Abwehrchef Kakha Kaladze heraus. Die aktuelle Generation setzt mit Khvicha Kvaratskhel