Äthiopien

Das Nationalteam Äthiopiens, von Fans liebevoll die Walias genannt, gehört zu den Pionieren des afrikanischen Fußballs. Als Gründungsmitglied des afrikanischen Verbandes CAF im Jahr 1957 prägte Äthiopien die frühen Afrika-Cup-Jahrzehnte – mit einem Höhepunkt, der bis heute Gänsehaut auslöst: der Gewinn des Afrika-Cups 1962 in Addis Abeba. Angeführt von Kapitän Luciano Vassalo und Torjäger Mengistu […]

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Das Nationalteam Äthiopiens, von Fans liebevoll die Walias genannt, gehört zu den Pionieren des afrikanischen Fußballs. Als Gründungsmitglied des afrikanischen Verbandes CAF im Jahr 1957 prägte Äthiopien die frühen Afrika-Cup-Jahrzehnte – mit einem Höhepunkt, der bis heute Gänsehaut auslöst: der Gewinn des Afrika-Cups 1962 in Addis Abeba. Angeführt von Kapitän Luciano Vassalo und Torjäger Mengistu Worku bezwang die Auswahl im Endspiel die Vereinigte Arabische Republik (Ägypten) nach Verlängerung mit 4:2 – ein Triumph, der die grün-gelb-rote Fußballseele eines ganzen Landes prägte.

Schon zuvor hatte Äthiopien Geschichte geschrieben: 1957 stand das Team – nach dem Ausschluss Südafrikas – direkt im Finale und unterlag dort Ägypten. Auch 1959 war man dabei, ehe eine lange Durststrecke folgte. Die 1960er blieben das goldene Jahrzehnt mit packenden Duellen im Addis-Abeba-Stadion, wo die Tribünen erzitterten, wenn Worku stürmte und Vassalo das Mittelfeld ordnete. Yidnekatchew Tessema, einst selbst Nationalspieler und später CAF-Präsident, steht wie kaum ein anderer für diese Pionierzeit: als Taktgeber auf dem Platz und Architekt der afrikanischen Fußballentwicklung.

Nach Jahren zwischen Neuaufbau und verpassten Endrunden gelang 2013 die ersehnte Rückkehr zum Afrika-Cup. In Südafrika teilte sich Äthiopien die Gruppe mit Nigeria,