Algerien

Wenn man an Algerien denkt, hört man fast das Echo großer Turniere und den Jubel einer leidenschaftlichen Fußballnation. Die Wüstenfüchse haben seit den späten 1970ern eine Geschichte geschrieben, die sich ideal in einem Retro-Trikot widerspiegelt: weiß-grüne Eleganz, das Emblem mit Halbmond und Stern, und immer wieder neue Kapitel voller Mut, Technik und Charakter. International trat […]

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Wenn man an Algerien denkt, hört man fast das Echo großer Turniere und den Jubel einer leidenschaftlichen Fußballnation. Die Wüstenfüchse haben seit den späten 1970ern eine Geschichte geschrieben, die sich ideal in einem Retro-Trikot widerspiegelt: weiß-grüne Eleganz, das Emblem mit Halbmond und Stern, und immer wieder neue Kapitel voller Mut, Technik und Charakter.

International trat Algerien 1982 in Spanien eindrucksvoll ins Rampenlicht: Der 2:1-Sensationssieg gegen die Bundesrepublik Deutschland – mit Treffern von Rabah Madjer und Lakhdar Belloumi – erschütterte die Fußballwelt. Trotz zweier Siege (auch ein 3:2 gegen Chile) endete das Turnier für Algerien unglücklich nach dem berüchtigten “Spiel von Gijón” zwischen Deutschland und Österreich. Vier Jahre später war Algerien erneut bei der WM dabei: 1986 in Mexiko erkämpften sich die Nordafrikaner ein 1:1 gegen Nordirland und lieferten gegen Brasilien (0:1) und Spanien (0:3) beherzte Auftritte, auch wenn das Weiterkommen verpasst wurde.

Im neuen Jahrtausend kehrte Algerien auf die größte Bühne zurück: 2010 nach dem dramatischen Play-off-Erfolg gegen Ägypten (1:0 in Omdurman) und 2014 in Brasilien mit dem bis dahin größten WM-Erfolg der Nation. In der Gruppenphase 2014 begeisterte das Team mit einem 4:2 gegen Südkorea, einem 1:1 gegen Russland und einer knappen 1:2-Niederlage gegen Belgien. Im Achtelfinale zwang Algerien den späteren Weltmeister Deutschland in die Verlängerung, unterlag jedoch 1:2 – ein Spiel, das dank der Paraden von Raïs M’Bolhi und des couragierten Auftritts in Erinnerung bleibt.

Auf dem afrikanischen Kontinent feierte Algerien seine ersten großen Triumphe früher: 1990 gewann die Auswahl als Gastgeber den Afrika-Cup durch ein 1:0 im Finale gegen Nigeria (Torschütze: Chérif Oudjani). 2019 folgte der zweite Kontinentaltitel in Ägypten – ein 1:0 im Endspiel gegen Senegal, erzielt von Baghdad Bounedjah und getragen von der Führungsstärke von Kapitän Riyad Mahrez. Auch im FIFA-Arabien-Pokal 2021 setzte Algerien ein Ausrufezeichen und siegte im Finale 2:0 nach Verlängerung gegen Tunesien.

Legendäre Namen sind untrennbar mit diesen Epochen verknüpft: Rabah Madjer, dessen Finesse bei Porto Kultstatus besitzt; Lakhdar Belloumi, der Dirigent der goldenen 1982er-Generation; und Riyad Mahrez, Symbol der modernen Glanzzeit. Stilistisch bleiben Retro-Trikots Algeriens zeitlos: das reine Weiß mit grünen Akzenten, gelegentlich rote Details als Anklang an Flagge und Wappen, sowie klassische, klare Streifenmotive – puristisch, aber markant. Wer ein altes Algerien-Shirt in Händen hält, spürt mehr als Stoff: Es ist die Erinnerung an aufrechte Außenseiter, an magische Abende und an eine Fußballkultur, die stets zwischen Eleganz und Entschlossenheit pendelt.